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where
London · Great Britain
when
about 1960 – 2005
writing
P. D. James (*1920 †2014)
acting
Adam Dalgliesh, DCI / DSU / DCS / Commander, New Scotland Yard & poet
background
When there is a complex murder case in London or somewhere in England resp. Great Britain, often Adam Dalgliesh is called in to investigate – or better: is ordered by New Scotland Yard to deal carefully with the special social involvements. Always, Dalgliesh makes a deep dive into the small world of a company or a family or a neighborhood to untangle all the bonds and secrets hidden under the everyday cover, which finally resulted in murder or even more murders. Dalgliesh’s hobby is poetry – he is himself a poet with some anthologies published.
Wenn es in London oder irgendwo in England bzw. Großbritannien einen komplizierten Mordfall gibt, wird Adam Dalgliesh oft zu den Ermittlungen hinzugezogen – oder besser: von New Scotland Yard beauftragt, sich mit den oft sehr speziellen gesellschaftlichen Verstrickungen und Einflüssen zu befassen. Stets taucht Dalgliesh tief in die kleine, eigene Welt einer Firma, einer Institution oder einer Familie ein, um all die unterschwelligen Verbindungen und Geheimnisse zu entwirren, die sich unter dem alltäglichen Leben verbergen und die schließlich zu einem Mord oder noch mehr Morden führten. Dalglieshs Hobby ist übrigens die Dichtung – er ist selbst ein Dichter und hat bereits einige Anthologien von Gedichten veröffentlicht.
series
- Cover Her Face (1962)
- A Mind to Murder (1963)
- Unnatural Causes (1967)
- Shroud for a Nightingale (1971)
- The Black Tower (1975)
- Death of an Expert Witness (1977)
- A Taste for Death (1986)
- Devices and Desires (1989)
- Original Sin (1994)
- A Certain Justice (1997)
- Death in Holy Orders (2001)
- The Murder Room (2003)
- The Lighthouse (2005)
- The Private Patient (2008)
- Ein Spiel zuviel (1980)
- Eine Seele von Mörder (1976)
- Ein unverhofftes Geständnis (1983)
- Tod im weißen Häubchen (1978)
- Der Schwarze Turm (1982)
- Tod eines Sachverständigen (1979)
- Der Beigeschmack des Todes (1984)
- Vorsatz und Begierde (1990)
- Wer sein Haus auf Sünden baut (1995)
- Was gut und böse ist (1999)
- Tod an heiliger Stätte (2002)
- Im Saal der Mörder (2004)
- Wo Licht und Schatten ist (2006)
- Ein makelloser Tod (2009)
originally written in
English
tv
3 seasons / 18 episodes (2021 – 2026)
“Dalgliesh”
(about 12 Tv movies 1982 – 2005)

Marlowe thinks …
Murder in Small Worlds
At the beginning there is always an introduction into a small world of its own. Maybe it’s a hospital or a school, a parish or a publishing house, a small museum … This environment is elaborated more and more during the novel … because there is a murder or maybe more than a single murder. The victim is part of this small world and the cause for its violent end of life is hidden somewhere in this environment. There are people, who are quite near to the victim and other people playing only a bit part – of course you don’t know about this at the start of the investigation.
Quite a lot of people are introduced in detail not only covering their present roles and lives, but also their past and special events of their past. Piece by piece this small world is described and step by step all the abysses and secrets are revealed. At the end … the murderer …
Dalgliesh appears on the scene to clarify the murder case and he is at the beginning totally unaware of whatever happens concerning the murder or happened in the past somehow in this small world of its own. He is quiet, perceptive and reserved, however, he asks a lot and of course the questions which are relevant. So bit by bit the truth behind all the action and the violence is uncovered.
Especially in the later cases Dalgliesh is confronted with more or less influential people in the background so that his superiors – or even the superiors of them – think that a careful handling of the case and the witnesses and the consequences might be necessary. For example when there is a corpse, which most of the involved people of their small world would like to finish with by declaring a suicide … when Dalgliesh soon learns that a shady business is successfully managed from the small world … that influential people are involved when pursuing their own private amusement …
Dalgliesh always uncovers anything related to the case. He is bound to finding the evildoer and bring justice to the victims. When in action he seems to be one of these classic gentleman detectives from the past … however, murder is a violent business and reality is harder even for Dalgliesh. So let’s say he is a gentleman, but amid a brutal scene of crime. Also these small worlds which at the beginning seem to be small paradises are confronted with reality which may destroy any idyll.
Dalgliesh has small team around for support and backing. Does he really need this team? Murder cases tend to become more complex during the decades and so he needs more information to be presented by his team when necessary and appropriate. Nevertheless he is finally the one who solves the mystery.
The charm of all the novels, however, is not only how Dalgliesh analyses the murder case and approaches the small world of its own, but also the description of these environments and the people in it, most of them thinking that all is fine, all was fine until now – even if some rough spot had to be hidden under the carpet – and that all will be fine in future. Unfortunately small worlds like to crash after violent acts …
At last: in his private life he is a poet and writes poems and these poems are published – an interesting facet of a police inspector.
Über Morde in kleinen Welten
Am Anfang gibt es immer eine Einführung in eine kleine, eigene Welt. Vielleicht ist es ein Krankenhaus oder eine Schule, eine Kirchengemeinde oder ein Verlagshaus, ein kleines Museum … Diese Umgebung und ihr Ambiente wird im Laufe des Romans immer weiter ausgearbeitet … denn es gibt einen Mord oder vielleicht mehr als einen einzigen Mord. Das Opfer ist Teil dieser kleinen Welt und die Ursache für sein gewaltsames Ende ist irgendwo tief drinnen versteckt. Es gibt Menschen, die dem Opfer sehr nahe stehen und andere, die nur eine kleine Rolle spielen – natürlich weiß man das zu Beginn der Ermittlungen nicht.
Eine ganze Reihe von Personen wird ausführlich vorgestellt, wobei nicht nur ihre gegenwärtige Rolle und ihr Leben, sondern auch ihre Vergangenheit und besondere Ereignisse aus ihrer Vergangenheit behandelt werden. Stück für Stück wird diese kleine, spezielle Welt beschrieben und Schritt für Schritt werden alle Abgründe und Geheimnisse aufgedeckt. Am Ende … der Mörder …
Dalgliesh tritt auf den Plan, um den Mordfall zu klären, und er ist anfangs völlig ahnungslos, was auch immer im Zusammenhang mit dem Mord in dieser kleinen Welt geschehen ist oder in der Vergangenheit irgendwie in diesem Umfeld passiert ist. Er ist ruhig, einfühlsam und zurückhaltend, aber er stellt viele Fragen und natürlich auch die richtigen Fragen. So wird nach und nach die Wahrheit hinter all dem Geschehen und der Gewalt aufgedeckt.
Vor allem in den späteren Fällen wird Dalgliesh mit mehr oder weniger einflussreichen Personen konfrontiert, die gern im Hintergrund bleiben möchten, so dass seine Vorgesetzten – oder auch die Vorgesetzten von diesen – meinen, dass ein vorsichtiger Umgang mit dem Fall und den Zeugen und den potentiellen Konsequenzen notwendig sein könnte. Zum Beispiel, wenn es um eine Leiche geht, die die meisten Beteiligten aus ihrer kleinen Welt am liebsten als Selbstmord abhaken würden … wenn Dalgliesh erfährt, dass aus der kleinen Welt heraus erfolgreich zwielichtige Geschäfte betrieben werden … dass einflussreiche Leute involviert sind, die ihrem Vergnügen nachgehen …
Dalgliesh deckt immer alles auf, was mit dem Fall zu tun hat. Er ist fest entschlossen, den Übeltäter zu finden und den Opfern Gerechtigkeit widerfahren zu lassen. Im Einsatz scheint er oberflächlich einer dieser klassischen Gentleman-Detektive aus der Vergangenheit zu sein … doch Mord ist ein gewalttätiges Geschäft und die Realität ist selbst für Dalgliesh härter als … Sagen wir also, er ist ein Gentleman, aber inmitten brutaler Tatorte. Auch diese kleinen Welten, die anfangs wie kleine Paradiese erscheinen, werden schnell mit einer Realität konfrontiert, die jede Idylle grundsätzlich zerstören kann.
Dalgliesh hat ein kleines Team um sich, das ihn unterstützt und ihm den Rücken freihält. Braucht er dieses Team wirklich? Die Mordfälle werden im Laufe der Jahrzehnte immer komplexer, und so braucht er mehr Informationen, die ihm sein Team bei Bedarf und in angemessener Weise zur Verfügung stellt. Trotzdem ist er schließlich derjenige, der das Rätsel löst.
Der Reiz aller Romane liegt jedoch nicht nur darin, wie Dalgliesh den Mordfall analysiert und sich der kleinen, speziellen Welt nähert, sondern auch in der Beschreibung dieser Umgebungen und der Menschen darin, von denen die meisten denken, dass alles in Ordnung ist, dass bisher alles in Ordnung war – auch wenn manche Unschönheit unter den Teppich gekehrt werden musste – und dass auch in Zukunft alles in Ordnung sein wird. Leider brechen kleine Welten nach Gewalttaten gerne zusammen …
Zu guter Letzt: privat ist er Dichter und schreibt Gedichte, die auch veröffentlicht werden – eine interessante Facette für einen Polizeiinspektor.
