a faint cold fear thrills through my veins ... william shakespeare

janwillem van de wetering & henk grijpstra / rinus de gier

Dieser Beitrag enthält Werbung – advertising.

where

Amsterdam  ·  Netherlands

when

70s … 80s

writing

Janwillem van de Wetering (*1931 †2008)

acting

Adjutant Henk Grijpstra / Brigadier Rinus de Gier, Municipal Police of Amsterdam

background

Amsterdam in the 70s: sex, drugs, rock ‘n roll – and amid all of this are Grijpstra and de Gier trying solve crime cases. Is that all? No there is also money and revenge and greed … Our both policemen poke in the dirt of the city meeting people of all social classes. They often become exasperated of the evildoers as well as of the victims. However, they survive and start anew each day.

more

Amsterdam in den 70er Jahren: Sex, Drogen, Rock’n’Roll – und mittendrin versuchen Grijpstra und de Gier, Kriminalfälle zu lösen. Ist das alles? Nein, es geht auch um Geld, Rache und Gier … Unsere beiden Polizisten stochern im Dreck der Stadt herum und treffen auf Menschen aus allen Gesellschaftsschichten. Oft verzweifeln sie über die Übeltäter, aber auch über die Opfer. Doch sie überleben und beginnen jeden Tag aufs Neue.

mehr

series

  1. Outsider in Amsterdam (1975)
  2. Eine Tote gibt Auskunft (1975)
  3. Der Tote am Deich (1976)
  4. Tod eines Straßenhändlers (1977)
  5. Ticket nach Tokio (1976)
  6. Der blonde Affe (1978)
  7. Massaker in Maine (1979)
  8. Der Commissaris fährt zur Kur (1982)
  9. Ketchup, Karate und die Folgen (1983)
  10. Rattenfang (1984)
  11. Der Feind aus alten Tagen (1985)
  12. De Gier im Zwielicht (1993)
  13. Straßenkrieger (1996)
  14. Ölpiraten (1997)
  1. Outsider in Amsterdam
  2. Tumbleweed
  3. The Corpse on the Dike
  4. Death of a Hawker
  5. The Japanese Corpse
  6. The Blond Baboon
  7. The Maine Massacre
  8. The Streetbird
  9. The Mind-Murders
  10. The Rattle-Rat
  11. Hard Rain
  12. Just a Corpse at Twilight
  13. The Hollow-Eyed Angel
  14. The Perfidious Parrot

originally written in

dutch

tv

some movies in the 70s


Marlowe thinks …

deutsch

Muddy Waters in an Old City

I learnt and read about Grijpstra and de Gier in the 70s and 80s. At the same time Martin Beck roamed Stockholm and Sweden to solve crime cases in a deeply socially devoted society. Also Pepe Carvalho was busy in Barcelona as a PI fishing around in all social classes. Il Commissario Montalbano of Sicily at this time wasn’t more than some sparkling idea in the head of his creator – if at all (in good company with Kostas Charitos in Athens).

American heroes like Philip Marlowe, of course somewhat earlier in business, and Lew Archer focused on the dirty linen of well-off people when having clash encounters with the other part of the society in Los Angeles and California. Grave Digger Jones and Coffin Ed Johnson more likely fit in because they deal with the underdogs of New York.

Only in Europe there was this new idea of creating detectives having a life of their own, affected by their difficult and miserable work, who muckrake the bottom of any crime scene and all people involved, just to learn the truth – not necessarily serving justice. Crime became a commonplace affair, just happening or maybe planned out of actually long buried hate or revenge, however, always as if something coming about next door.

So Grijpstra and de Gier form part of a wave …

Grijpstra is sedate at a leisurely pace and loves eating. He is married with three children, but unhappy in his marriage. So the marriage will end and Grijpstra will live on his own in a simple apartment with simple solution around him like using a sleeping bag.

De Gier is handsome and a womanizer. He lives in a small apartment with his tomcat and enjoys his life. every now and then a woman infiltrates this idyll, but not staying in the long run.

Together they roam Amsterdam. There are the canals and the old patrician houses, there are the whores and their pimps. There are also upper class whores ending up as bloody corpses as the cheap whores. There are lots of amateur criminals, wannabe criminals, people just in need of money and compliant with bending law and order – a little. It’s the 70s with the hippies and sex and drugs – so drugs always play an important role.

Not to be forgotten are the professional crime gangs, organized crime having set up their network all over Amsterdam, the Netherlands, Europe, the world … Every now and then also some well planned undertaking goes wrong and there is a lot of collateral damage waiting to be cleared by the police.

Grijpstra and de Gier have to stomach everything you can imagine during the nights in Amsterdam. In the headquarters they share an office – with a drum set. The drum set was left in this office once, long ago, and forgotten. Grijpstra likes to use it with growing ease. De Gier looked for his flute, found it, started playing and that’s why both enjoy their time in their office. Sometimes.

Then there is the commissaris. He is fully convinced of the capabilities and working ethic of both his officers. Although on top of headquarters – or almost – he likes to give special cases to Grijpstra and de Gier which often turn out to be tricky and murky. The commissaris has a personal history back into WWII which cares for rheumatic pains nowadays. Nevertheless he won’t leave his job and he always sticks to the truth being incorruptible.

As a whole Grijpstra and de Gier make their way through the series and leave their footprints. At the end they leave the police corps and work as PI. It’s worth following their adventures even today, about 30-40 years later.

Schmutzige Wasser in einer alten Stadt

Grijpstra und de Gier habe ich in den 70er und 80er Jahren kennengelernt und gelesen. Zur gleichen Zeit streifte Martin Beck durch Stockholm und Schweden, um Kriminalfälle in einer zutiefst sozial orientierten Gesellschaft zu lösen. Auch Pepe Carvalho war in Barcelona damals als Privatdetektiv tätig und fischte im Trüben quer durch alle Gesellschaftsschichten. Il Commissario Montalbano aus Sizilien war zu dieser Zeit allerdings sicher noch nicht mehr als ein Gedankenblitz im Kopf seines Schöpfers – wenn überhaupt (in guter Gesellschaft mit Kostas Charitos aus Athen).

Amerikanische Ermittler wie Philip Marlowe, natürlich schon etwas früher im Geschäft, und Lew Archer konzentrierten sich in Los Angeles und Kalifornien auf die schmutzige Wäsche der Wohlhabenden, wenn diese mit dem anderen Teil der Gesellschaft aneinandergerieten. Grave Digger Jones und Coffin Ed Johnson passen da schon eher ins Bild, weil sie sich mit den Underdogs von New York beschäftigten.

Nur in Europa gab es damals diesen neuen Ansatz, Detektive zu erschaffen, die ein Eigenleben hatten, geprägt von ihrer schwierigen und elendigen Arbeit, die jeden Tatort durchwühlten und allen Beteiligten auf den Pelz rückten, nur um die Wahrheit zu erfahren – nicht unbedingt im Dienste der Gerechtigkeit. Das Verbrechen wurde zu einer alltäglichen Sache, die sich einfach so ereignete oder vielleicht aus eigentlich längst begrabenem Hass oder Rachegedanken heraus geplant wurde, jedoch immer so, als ob sich etwas Schreckliches gleich nebenan ereignen würde.

Grijpstra und de Gier sind Teil dieser Welle …

Grijpstra ist ein gemächlicher Mensch, der gerne isst. Er ist verheiratet und hat drei Kinder, ist aber unglücklich in seiner Ehe. Die Ehe wird also enden und Grijpstra wird allein in einer einfachen Wohnung leben, mit einfachen Lösungen wie einem Schlafsack. Ganz unprätentiös.

De Gier ist gutaussehend und ein Frauenheld. Er lebt mit seinem Kater in einer kleinen Wohnung und genießt sein Leben. Ab und zu dringt eine Frau in diese Idylle ein, die aber nicht auf Dauer bleibt.

Gemeinsam streifen sie durch Amsterdam. Da sind die Grachten und die alten Patrizierhäuser, da sind die Huren und ihre Zuhälter. Es gibt auch Huren der Oberschicht, die genauso als als blutige Leichen enden können wie die billigen Huren. Es gibt jede Menge Kleinkriminelle, Möchtegern-Kriminelle, Leute, die einfach nur Geld brauchen und denen es nichts ausmacht, Recht und Gesetz ein wenig zu beugen. Es sind die 70er Jahre mit den Hippies und Sex und Drogen – Drogen spielen immer wieder eine Schlüsselrolle.

Nicht zu vergessen sind die professionellen Verbrecherbanden, das organisierte Verbrechen, das sein Netzwerk in ganz Amsterdam, den Niederlanden, Europa, der ganzen Welt aufgebaut hat … Hin und wieder geht auch ein aus dieser Ecke gut geplantes Vorhaben schief und es bleiben Kollateralschäden, die von der Polizei beseitigt werden müssen.

Grijpstra und de Gier erleben in den Nächten in Amsterdam alles, was man sich vorstellen kann – und noch mehr. Im Polizeipräsidium teilen sie sich ein Büro – mit einem Schlagzeug. Das Schlagzeug wurde vor langer Zeit in diesem Büro zurückgelassen und vergessen. Grijpstra benutzt es und spielt mit wachsender Begeisterung. De Gier suchte seine Flöte, fand sie, begann zu spielen und so genießen beide die Zeit in ihrem Büro mit Musik. Manchmal.

Und dann ist da noch der Commissaris. Er ist von den Fähigkeiten und der Arbeitsmoral seiner beiden Ermittler voll überzeugt. Obwohl er an der Spitze steht – oder fast ganz oben in der Polizei – gibt er Grijpstra und de Gier gerne besondere Fälle, die sich oft als knifflig und undurchsichtig erweisen. Der Commissaris hat eine Vergangenheit, die bis in den Zweiten Weltkrieg zurückreicht und heute bei ihm für rheumatische Schmerzen verantwortlich ist. Trotzdem will er seinen Job nicht aufgeben und giert immer nach der Wahrheit, da er unbestechlich ist.

Grijpstra und de Gier machen ihren Weg durch die Serie und hinterlassen ihre Spuren. Am Ende verlassen sie das Polizeikorps und arbeiten als Privatdetektive. Es lohnt sich, ihre Abenteuer auch heute, etwa 30-40 Jahre später, zu verfolgen.

Spread the word. Share this post!

a faint cold fear thrills through my veins ... william shakespeare