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where
Hamburg · Germany
when
2011 – 2023
writing
Till Raether (*1969)
acting
Adam Danowski, Kriminalhauptkommissar, Tötungsdelikte / Homicides
series
- Treibland (2014)
- Blutapfel (2015)
- Fallwind (2016)
- Neunauge (2017)
- Unter Wasser (2018)
- Hausbruch (2021)
- Sturmkehre (2024)
no English version!
originally written in
German
tv
TV movie “Blutapfel” (2019)
TV movie “Neunauge” (2025/26)

Marlowe thinks …
Die tägliche Leid des Adam Danowski
Adam Danowski liebt seine Frau und seine Kinder. Seine Familie ist für ihn das Wichtigste in seinem Leben. Er ist nur ein kleiner Beamter mit einem kleinen Beamtengehalt … und in einer Stadt wie Hamburg kommt die Familie damit nicht weit. Immer wieder wird der Wunsch nach einer größeren, schöneren Wohnung laut, aber … Die Kinder werden älter, Adams Frau macht ihre eigene Karriere im Schulwesen … Die Ehe scheint zu bröckeln …
Adam hat Probleme. Bei ihm wird “Hypersensibilität” diagnostiziert, sofern so eine Diagnose überhaupt möglich ist. Es äußert sich dadurch, dass Adam zu viele von den Sinneseindrücken, die täglich auf ihn einprasseln, wahrnimmt, aber wohl nicht so recht verarbeitet kann. Er wird, vereinfacht, als nicht belastbar eingestuft. Das hat natürlich Folgen …
Als Kriminalhauptkommissar ist Adam immer einem gewissen Druck ausgesetzt, zu dem so etwas wie eine mangelnde Belastbarkeit nicht passt. Auf der anderen Seite ist Adam sehr feinfühlig und offen für Details, die andere, wie seine Kollegen, leicht übersehen. Die Lösung von komplexen Fällen liegt ihm im Blut, wenn sich auch … der Umgang mit den Kollegen schwierig gestaltet. Und alles hat natürlich auch Auswirkungen auf seine Familie.
Seine Kollegen und sein Umfeld … Es ist nicht einfach, bei der Kriminalpolizei zu arbeiten. Es ist eine Mischung aus Ehrgeiz, Karrierestreben und Frust, mit der Adam jeden Tag aufs neue konfrontiert wird. Kollegen nutzen ihre Ellenbogen, um voran zu kommen – und schrecken vor nichts zurück, um sich einen Vorteil zu verschaffen. Die Lösung eines Falls kann dabei schon mal eine niedrige Priorität erhalten, besser gesagt, die vollständige Lösung und Überführung des wahren Täters. Wenn ein Ergebnis offensichtlich scheint, kann man sich halt schon ganz schnell damit schmücken … Dies stört Adam natürlich, aber er kann manchmal nicht viel tun, als einfach weiter zu ermitteln, auch wenn die Vorgesetzten ihn zurückpfeifen möchten.
Aber viele Kollegen sind auch eher der Meinung, dass man alles langsam angehen sollte. Feierabend ist schließlich Feierabend. Adam stört sich daran auch … manchmal.
Insgesamt scheint es eine dysfunktionale Abteilung zu sein, die sich mit Mordfällen in Hamburg beschäftigt, eigentlich eher mit ungeklärten Todesfällen oder Toten mit ungeklärter Todesursache. Manche Kollegen wurden abgeschoben, andere befinden sich auf dem Abstellgleis … Adam? Er wurde auch in dieses Umfeld versetzt, um sich mit unkritischen Fällen beschäftigen zu können.
Aber dann kommt alles anders, denn Verbrechen nehmen keine Rücksicht auf die Behäbigkeit der Polizei. Fälle entwickeln sich oft rasant. Aus einem nebensächlichen Fall wird mit einem Mal ein medienträchtiges Spektakel. Es bleibt nicht bei einem Toten … Die Dimension des Fall sprengt manchmal die Grenzen der Vorstellung. Adam ist dann auf einmal mittendrin – und mit Hilfe seines Einfühlungsvermögens und seiner Liebe zum Detail fallen ihm Ungereimtheiten auf, die den anderen entgehen.
Auf diese Weise löst er den Fall eines Toten an Bord eines großen Kreuzfahrtschiffes, der nur der Kollateralschaden eines Wirtschaftsverbrechens ist, eine Verschwörung, die bis in die Lokalpolitik und die Polizei hineinreicht. Er findet Serienmörder und klärt das Schicksal verschwundener potentieller Opfer nach vielen Jahren. Als ein Kollege eine Großaktion im Rahmen der Zerschlagung organisierter Kriminalität aufgrund einer Leiche gegen die Wand fährt, findet er den Täter in einem ganz anderen Umfeld. Hamburg bietet viel – auch was Kriminalfälle und Täter betrifft.
Zum Schluss nach vielen Jahren verlässt Adam den Polizeidienst. Hier zeigt sich, dass die internen Machenschaften in der Polizeiorganisation auch einmal für ihn von Vorteil sein können. Adam hat sich nämlich in jüngster Vergangenheit etwas zu Schulden kommen lassen, einen Fahler gemacht, einen bösen Fehler, der ihn erpressbar macht. Ein Vorgesetzter hat diese Situation ausgenutzt, aber schließlich wurde alles intern hinter verschlossenen Türen geklärt – zum Wohle aller, um das Ansehen der Polizei nicht zu beschmutzen.
Die Kriminalromane sind ein Spiegel unserer Zeit mit allen sozialen Facetten. Alle Beteiligte haben ihr Profil, das nicht immer ganz sauber ist. Aber so ist das Leben. Oft artet das Geschehen in unfreiwillige Komik aus, die in den Romanen nicht zu kurz kommt.
Adam’s Daily Misery
Adam Danowski loves his wife and his children. His family is the most important thing in his life. He is just a low-ranking civil servant on a modest civil servant’s salary … and in a city like Hamburg, that doesn’t go very far. Time and again, the desire for a bigger, nicer flat is voiced, but … The children are growing up, Adam’s wife is successfully pursuing a career as a teacher … The marriage seems to be crumbling …
Adam has problems. He is diagnosed with ‘hypersensitivity’, insofar as such a diagnosis is even possible. This manifests itself in Adam taking in too many of the daily, constant sensory impressions, but apparently being unable to process them properly. Put simply, he is classified as unable to cope with stress. This naturally has consequences …
As a detective inspector, Adam is constantly under a certain amount of pressure, which doesn’t sit well with someone who lacks resilience. On the other hand, Adam is very perceptive and attuned to details that others, such as his colleagues, might well overlook. Solving complex cases is second nature to him, even if … getting on with his colleagues is difficult. And, of course, it also has an impact on his family.
His colleagues and those around him … It’s not easy working in the criminal investigation department. It’s a mix of ambition, careerism and frustration that Adam is confronted with anew every day. Colleagues use their elbows to get ahead – and will stop at nothing to gain an advantage. Solving a case can sometimes take a back seat – or rather, it’s the complete resolution and conviction of the real culprit that might be neglected. If a result seems obvious, people are quick to take credit for it … This naturally bothers Adam, but sometimes there’s little he can do but simply carry on investigating, even when his superiors want to rein him in.
But many colleagues also tend to think that things should be taken slowly. After all, when it’s time to clock off, it’s time to clock off. Adam finds this annoying too … sometimes.
Overall, it seems to be a dysfunctional department dealing with murder cases in Hamburg – or rather, with unexplained deaths or bodies where the cause of death is unclear. Some colleagues have been sidelined, others are on the back burner … Adam? He was also transferred to this unit to deal mainly with non-critical cases.
But then everything changes, because crime doesn’t take the police’s sluggishness into account. Cases often develop rapidly. A minor case suddenly turns into a media spectacle. It doesn’t stop at one death … The scale of the case sometimes defies imagination. Adam suddenly finds himself right in the thick of it – and thanks to his empathy and attention to detail, he spots connections that others miss.
In this way, he solves the case of a man found dead on board a large cruise ship, a death that is merely collateral damage in a white-collar crime – a conspiracy that extends into local politics and even the police force. He tracks down a serial killer and, after many years, uncovers the fate of missing potential victims. When a colleague runs a major operation to crack down on organised crime because of a dead body and the operation fails extraordinarily, it’s him who finds the culprit in a completely different setting. Hamburg has a lot to offer – including when it comes to criminal cases and perpetrators.
Finally, after many years, Adam leaves the police force. Here it becomes clear that the internal machinations within the police organisation have, for once, worked to his advantage. Adam has, in fact, committed a transgression, made a mistake – a serious one – that left him vulnerable to blackmail. A superior exploited this situation, but ultimately everything was resolved internally behind closed doors – for the greater good, so as not to tarnish the police’s reputation.
The crime novels are a mirror of our times and lives, reflecting all their social facets. Every character in the novels has an own profile, which isn’t always entirely above board. But that’s life. Sometimes it provides unintentional humour, which is given ample linguistic expression in the novels.
