a faint cold fear thrills through my veins ... william shakespeare

parker bilal & makana

Dieser Beitrag enthält Werbung – advertising.

where

Cairo  ·  Egypt

when

1998 – 2006

writing

Parker Bilal (pseudonym of Jamal Mahjoub) (*1960)

homepage Parker Bilal

acting

Makana, private investigator / Privatdetektiv

background

Makana was a successful police inspector in Sudan, before he had to flee from his home country, because he found himself in the doghouse. His past and the loss of his family haunts him until nowadays. He found a new home in Cairo and started a humble business as a private investigator barely living from hand to mouth. However, he is successful in his job and meets people and clients from all walks of life, always relying on his friends and his networks in that megacity with its glamour and its wretchedness. However, nothing is buried so deep that debris of the past resurfaces.

more

Makana war ein erfolgreicher Polizeiinspektor im Sudan, bevor er aus seinem Heimatland fliehen musste, weil er in Ungnade gefallen war. Seine Vergangenheit und der Verlust seiner Familie verfolgt ihn bis heute und sorgt für Albträume. Er fand eine neue Heimat in Kairo und baute sich ein neues Leben als Privatdetektiv auf; er lebt im Grunde immer noch von der Hand in den Mund. Er ermittelt jedoch erfolgreich in seinen Fällen und trifft hierbei auf Menschen und Klienten aus allen Gesellschaftsschichten, wobei er sich stets auf seine Freunde und seine Netzwerke in dieser Megastadt mit ihrem Glanz und ihrem Elend verlassen kann. Aber keine Vergangenheit ist so tief vergraben, dass nichts wieder auftaucht.

mehr

series

  1. The Golden Scales (2012)
  2. Dogstar Rising (2013)
  3. The Ghost Runner (2014)
  4. The Burning Gates (2015)
  5. City of Jackals (2016)
  6. Dark Water (2017)
  1. Die dunklen Straßen von Kairo (2012)

originally written in

English


Marlowe thinks …

deutsch

A Lonely PI in Present-Day Egypt

The scene in the citation reminded me of some lonely private eyes in Los Angeles, in the 40s … 50s, later in the 60s … 70s. Almost always it starts with a more or less rich person who is looking for someone or something that got missing. When the investigation gains traction suddenly there is a mess of past and present, more people and family connections than expected, more crime, corpses suddenly piling up, more deceitfulness as it seemed at the very beginning.

Makana is a true successor to these famous hardcore private eyes that are driven by their ambition to clarify the last unknown fact and serve up justice – even if they are the losers at the end. Makana’s turf is mainly Cairo, the Egyptian megalopolis and he is active -mainly – in our millennium. His cases are as tricky and complex as you may expect from a captivating detective story, garnished with violence and a mesh of lies.

Cairo is a vibrant setting providing people of all shades: rich, poor and even less than poor, Egyptians as well as Europeans, Americans … Russians, refugees, non-believers and bigoted muslims … and whatever you may imagine. All this is further roughed up by the aftermath of 9/11 and the civil wars resp. riots in the Middle East, which is on the doorstep. Not to mention the advancing takeover of the religious fanatics infiltrating administration and everyday life.

Makana came to Cairo after having to flee from Sudan, where he had been a successful police inspector with his own team responsible for violent felonies like murder. He had a solid, unflappable trust in law and order, even when Islamic fundamentals gained importance in his native Sudan. Unfortunately he was wrong.

He didn’t leave in time for saving his wife and his daughter, instead he was unofficially arrested and tortured … Finally he was released, came home, took his family and started for Egypt. Unfortunately it was too late – there was an ambush and his wife and his daughter drowned, when their car rushed into the Nile from a bridge. Only Makana was able to save his skin and stumble into Egypt.

The tragedy of his drowning family haunts him until present. It is seven years after the incident when he appears in the first novel … time flies … finally it’s about fifteen years he’s working as a private investigator. During all these years he has nightmares about the night his family died. However, during these years there seem to be hints that it wasn’t like he remembers … Slowly there are clues and personal bits of information … I don’t want to spoil the story, but there is a development revealing the truth behind the tragedy.

Back to his present life: Makana lives on a house boat moored on the Nile bank, a home rather simple and not very robust. It’s all he can afford. He was a skilled investigator in Sudan in a well payed position, but in Egypt he has to take any cases just to survive. During his exile he found friends and created a network of contacts and informants helping him to master his professional life.

At first sight his cases seem straightforward and trivial, but there is always trouble hidden in the background. Often it turns out that his clients have their own agenda, not disclosing towards Makana. More than once it ends up for Makana in life-threatening situations when he dives deeper than planned.

… at the end Makana survives and his reputation grows – and there is a little of hope for a happy life at some indefinite future.

Ein einsamer Privatdetektiv im heutigen Ägypten

Die Szene im Zitat erinnerte mich an verschiedene einsame Privatdetektive in Los Angeles, in den 40er … 50er Jahren, dann später in den 60er … 70er Jahren. Fast immer beginnt es mit einem mehr oder weniger reichen Auftraggeber, der jemanden oder etwas sucht, das verschwunden ist. Sobald die Ermittlungen Fahrt aufnehmen, gibt es plötzlich eine Mischung aus Vergangenheit und Gegenwart, mehr Personen und familiäre Verbindungen als erwartet, immer mehr Verbrechen, Leichen und noch mehr Leichen und vor allem eine abgrundtiefe Boshaftigkeit – ganz anders als es am Anfang schien.

Makana ist ein echter Nachfolger dieser berühmten Hardcore-Privatdetektive, die, angetrieben von ihrer persönlichen Sicht, bis ins letzte Detail alles aufklären und für Gerechtigkeit sorgen – auch wenn sie am Ende die Verlierer sind. Makanas Revier liegt vor allem in Kairo, der ägyptischen Mega-Metropole, und er ist – hauptsächlich – in unserem Jahrtausend aktiv. Seine Fälle sind so verworren und komplex, wie man es von einem fesselnden Krimi erwarten kann, garniert mit Gewalt und einem scheinbar undurchdringlichen Lügengeflecht.

Kairo ist eine pulsierende Metropole, die Menschen aller Schattierungen beherbergt: Reiche, Arme und sogar noch weniger als arme Menschen, Ägypter sowie Europäer, Amerikaner … Russen, Flüchtlinge, Ungläubige und bigotte Moslems … und was man sich sonst noch so alles vorstellen kann. Dieses Gemisch wird durch das Nachbeben von 9/11 und die Bürgerkriege und Unruhen im Nahen Osten, der direkt vor der Haustür liegt, weiter aufgewühlt – ganz zu schweigen von der unaufhaltsamen Übernahme durch religiöse Fanatiker, die Verwaltung und Alltag unterwandern.

Makana kam nach Kairo, nachdem er aus dem Sudan fliehen musste, wo er als erfolgreicher Polizeiinspektor mit seinem eigenen Team für Gewaltverbrechen wie Mord zuständig war. Er hatte ein solides, unerschütterliches Vertrauen in Recht und Ordnung, selbst als die islamische Bewegung in seiner Heimat Sudan an Bedeutung gewann. Leider hat er sich geirrt.

Er machte sich nicht rechtzeitig auf den Weg, um seine Frau und seine Tochter zu retten, sondern wurde verschleppt und gefoltert … Schließlich wurde er freigelassen, kam nach Hause, nahm seine Familie und machte sich endlich auf den Weg nach Ägypten. Leider war es zu spät – er geriet in einen Hinterhalt und seine Frau und seine Tochter ertranken, als ihr Wagen von einer Brücke in den Nil stürzte. Nur Makana konnte sich retten und nach Ägypten entkommen.

Die Tragödie seiner ertrunkenen Familie verfolgt ihn bis heute. Es ist sieben Jahre nach dem Vorfall, wenn der erste Roman von Makanas Fällen erzählt … die Zeit vergeht … schließlich sind es schon fünfzehn Jahre, in denen er als Privatdetektiv arbeitet. Während all dieser Jahre hat er Albträume von der Nacht, in der seine Familie starb. Doch in den letzten Jahren scheint es Hinweise darauf zu geben, dass es nicht so war, wie er sich erinnert … Nach und nach gibt es hier und da ein paar Bruchstücke an Informationen und ein paar persönliche Aussagen … Ich möchte nichts weiter dazu schrieben, um nichts zu verraten, aber es gibt unterschwellig eine Entwicklung, die die Wahrheit hinter der Tragödie enthüllt.

Zurück zu seinem jetzigen Leben: Makana lebt auf einem Hausboot, das am Nilufer vertäut ist, ein eher einfaches und nicht sehr robustes Heim. Es ist alles, was er sich leisten kann. Im Sudan war er ein guter Ermittler mit einer gut bezahlten Stelle, aber in Ägypten muss er jeden Fall annehmen, um zu überleben. Im Exil hat er Freunde gefunden und ein Netz von Kontakten und Informanten aufgebaut, das ihm hilft, sein Leben und seinen Job zu meistern.

Auf den ersten Blick scheinen seine Fälle einfach und unkompliziert zu sein, aber im Hintergrund lauern von Anfang an Probleme. Oft stellt sich heraus, dass seine Klienten ganz eigene Ziele haben, die sie Makana gegenüber nicht offenlegen. Mehr als einmal gerät Makana in lebensbedrohliche Situationen, wenn er tiefer in die Materie eintaucht als gedacht.

… am Ende überlebt Makana und sein Ruf wird immer besser – und es gibt auch einen kleinen Funken Hoffnung auf ein glückliches Leben in einer unbestimmten Zukunft.

Spread the word. Share this post!

a faint cold fear thrills through my veins ... william shakespeare