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where
Köln · Deutschland
when
2005 …
writing
Gisa Klönne (*1964)
acting
Judith Krieger, Kriminalhauptkommissarin
background
Judith Krieger kämpft gegen das Unrecht. In ihrer Rolle als Kommissarin bei der Kölner Mordkommission hat sie immer wieder Gelegenheit, den Opfern – den Toten und den Überlebenden – zu ihrem Recht zu verhelfen. Sie liebt Alleingänge, hat ein sicheres Gespür für den aktuellen Fall und seine Aufklärung und ist so eine begnadete Ermittlerin, die sich aber immer wieder in Gefahr begibt. Hinzu kommt, dass sie sich bei ihren Kollegen nicht gerade beliebt macht … Ihr Weg führt sie immer wieder in die Abgründe unserer Gesellschaft, wo auch sie ab und an abrutscht und mit Untersuchungen und Disziplinarermittlungen zu kämpfen hat.
Judith Krieger fights against any injustice. In her role as a detective with the Cologne homicide squad, she always has the opportunity to help the victims – the dead and the survivors – get justice. She loves to act solo, has a sure feeling for the case at hand and how to solve it, and is thus a gifted investigator who, however, always puts herself in danger. On top of that, she does not exactly endear herself to her colleagues … Her path leads her again and again into the abyss of our society, where she also slips from time to time and has to deal with investigations and disciplinary enquiries.
series
- Der Wald ist Schweigen (2005)
- Unter dem Eis (2006)
- Nacht ohne Schatten (2008)
- Farben der Schuld (2009)
- Nichts als Erlösung (2011)
- Die Toten, die dich suchen (2016)
- Silent is the Forest (2016)
- Under the Ice (2017)
- …
originally written in
deutsch

Marlowe thinks …
The Warrior
Judith Krieger fights. She fights when she suspects an injustice, when she is convinced of the innocence – or guilt – of a person, when she feels drawn into worldwide criminal entanglements or at least believes so.
It once began with a law degree and the goal of standing by all victims, all the disadvantaged, all the oppressed, especially women, and helping them to get their rights. Then Judith took a turn and embarked on a new path: she became a detective. In the meantime, in her late thirties, early to mid forties, she deals with murder cases.
The cases are not always gentle with Judith. She is more often slightly or seriously injured and can reflect on her actions, especially on her passion to always trying to save the world alone, which always doesn’t sit well with her.
Judith lives alone, but has a relationship or affair every now and then, but she doesn’t seem born to live together. Perhaps it is because her father, whom she adores and worships in a special way, who left the family to follow his dream when she was a small child. He made his way to Kathmandu, where he perished in ice and snow. Her mother remarried shortly afterwards, but Judith didn’t become quite happy in the new family. It wasn’t that she was neglected or even mistreated … You definitely get the impression that she was loved. In any case, she has grown apart quite quickly … and enjoys a certain social contempt for her family. I wonder if her father’s hippie ideas are expressed here?
Judith is not a team player, which does not go down so well in the world of the criminal police by now. It’s the order of the day to act as part of a team. Judith likes to isolate herself and go her own way. What always speaks in her favour is that she is a good investigator who can show success. On the other hand, her escapades also repeatedly give rise to disciplinary measures. Judith is transferred or gets herself transferred or takes time off.
Her cases are not easy. She is always poking around in the social rubbish – whether it is child abduction or trafficking in girls, abused wives or Catholic priests gone astray. The cases and their surroundings, the collateral damage and the people involved, even if only marginally, who have to suffer from the deeds, are close to Judith’s heart and she despairs of reality and its brutal deeds. Even though she eventually moves from homicide to the missing persons department, she cannot escape her cases.
In the end, she finds herself back in Cologne in the midst of brutal activities … and she tries again to help justice win from her personal point of view, even if it is only possible at the expense of the truth. Judith remains true to herself and her fights.
Die Kriegerin
Judith Krieger kämpft. Sie kämpft, wenn sie eine Ungerechtigkeit ahnt, wenn sie von der Unschuld – oder Schuld – einer Person überzeugt ist, wenn sie sich in weltweite kriminelle Verstrickungen hineingezogen fühlt oder es zumindest glaubt.
Es begann einst mit einem Jura-Studium und dem Ziel, allen Opfern, allen Benachteilige, allen Unterdrückten, speziell Frauen, beizustehen und ihnen zu ihrem Recht zu verhelfen. Dann bog Judith ab und schlug einen neuen Weg ein: sie wurde Kriminalkommissarin. Inzwischen beschäftigt sie sich, im Alter von Ende dreißig, Anfang bis Mitte vierzig, mit Mordfällen.
Die Fälle gehen nicht immer sanft mit Judith um. Sie wird häufiger leicht oder schwer verletzt und kann über ihr Handeln nachdenken, speziell über ihre Leidenschaft, die Welt immer allein retten zu wollen, was ihr immer wieder nicht gut bekommt.
Judith lebt allein, hat jedoch immer mal wieder eine Beziehung oder Affäre, aber sie scheint für das Zusammenleben nicht geboren zu sein. Vielleicht liegt es daran, dass ihr Vater, den sie in gewisser Weise verehrt und anbetet, die Familie verlassen hat, als sie noch ein kleines Kind war, um seinem Traum zu folgen. Er machte sich auf den Weg nach Kathmandu, wo er in Eis und Schnee umkam. Ihre Mutter hat kurz danach wieder geheiratet, aber Judith wurde nicht so recht glücklich in der neuen Familie. Es war nicht so, dass sie vernachlässigt oder gar misshandelt wurde … Man hat schon den Eindruck, dass sie geliebt wurde. Jedenfalls hat sie sich recht schnell abgenabelt … und genießt eine gewisse soziale Verachtung für ihre Familie. Ob sich hier die Hippie-Ideen ihres Vaters äußern?
Judith ist kein Teamplayer, was in der Welt der Kriminalpolizei mittlerweile nicht so gut ankommt. Es ist angesagt, im Team zu agieren. Judith kapselt sich gern ab und geht ihren eigenen Weg. Für sie spricht immer wieder, dass sie eine gute Ermittlerin ist, die Erfolge aufweisen kann. Andererseits liefern ihre Eskapaden auch immer wieder Anlass zu disziplinarischen Maßnahmen. Judith wird versetzt bzw. lässt sich selbst versetzen oder nimmt eine Auszeit.
Ihre Fälle sind nicht einfach. Sie stochert immer wieder im sozialen Müll herum – ob es sich um Kindesentführungen oder Mädchenhandel handelt, um misshandelte Ehefrauen oder katholische Priester auf Abwegen. Die Fälle und deren Umfeld, die Kollateralschäden und die wenn auch nur am Rande Beteiligten, die unter den Taten leiden müssen, gehen Judith nahe und sie verzweifelt an der Realität und ihren brutalen Taten. Auch wenn sie schließlich von der Mordkommission in die Abteilung für Vermisste wechselt, entkommt sie ihren Fällen nicht.
Am Ende findet sie sich wieder in Köln inmitten brutaler Taten … und sie versucht erneut, der Gerechtigkeit aus ihrer persönlichen Sicht zum Sieg zu verhelfen, auch wenn es nur auf Kosten der Wahrheit möglich ist. Judith bleibt sich selbst treu und kämpft.
