a faint cold fear thrills through my veins ... william shakespeare

remy eyssen & leon ritter

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where

Le Lavandou  ·  Département Var  ·  Région Provence-Alpes-Côte d’Azur  ·  France

when

2015 …

writing

Remy Eyssen (*1955)

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acting

Dr. Leon Ritter, Rechtsmediziner / le Médecin Légiste

background

Dr. Leon Ritter beschließt einen Neuanfang in Südfrankreich. Er nimmt eine Stelle als Rechtsmediziner in der Provence an und stellt fest, dass das Leben in Südfrankreich durchaus aufregend sein kann – und nicht nur aus Café au lait, Boule spielen und guten Weinen besteht. Mehr als einmal kommt der eigenwillige Pathologe in Lebensgefahr, als er versucht, Licht ins Dunkel einiger Fälle zu bringen und die Trägheit der Behörden auszuhebeln.

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Dr Leon Ritter decides to make a new start in the South of France. He finds a job as a forensic pathologist in Provence and discovers that life in the South of France can be quite exciting – and does not only consist of café au lait, playing boules and good wines. More than once, the idiosyncratic pathologist finds himself in mortal danger as he tries to shed light on some cases and thwart the inertia of the authorities.

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series

  1. Tödlicher Lavendel (2015)
  2. Schwarzer Lavendel (2016)
  3. Gefährlicher Lavendel (2017)
  4. Das Grab unter Zedern (2018)
  5. Mörderisches Lavandou (2019)
  6. Dunkles Lavandou (2020)
  7. Verhängnisvolles Lavandou (2021)
  8. Stürmisches Lavandou (2022)
  9. Trügerisches Lavandou (2023)
  10. Verräterisches Lavandou (2024)
  11. Geheimnisvolles Lavandou (2027)

originally written in

German

(no English version so far!)


Marlowe thinks …

English

Vom Leben in der lieblichen Provence

Dr. Leon Ritter – also Leon – erlebt eine Provence, von der alle träumen. Da ist das gute Essen und der eisgekühlte frische Rosé, der immerblaue Himmel und die warme Sonne, das Meer, die Aussicht über das Meer aus den Bergen heraus … Es geht alles seinen Gang – mit provenzalischer Langsamkeit.

Es treffen sich Boule-Spieler vor dem Café und Leon darf mitspielen. Das Café hat Charme und Leon ist bezaubert davon: genau der richtige Platz für einen Café oder einen Noisette dann und wann. Leon schließt Freundschaften. Es gibt natürlich die Touristen, die schon etwas lästig werden können, aber gutes Geld zurücklassen – und sobald sich der Sommer dem Ende entgegen neigt, dünnen die Horden merklich aus und verschwinden.

Leon genießt es schon bald, sein Leben neu zu erfinden. Überraschend erbt er von seiner Tante (s. die französischen Vorfahren!) ein kleines Weingut und beschließt, das zugehörige Sommerhaus wieder bewohnbar zu machen… und träumt vom Wein aus dem eigenen Weinberg.

Ich war entzückt, wieder einmal eine französische Krimiserie aus deutscher Produktion zu lesen und von Südfrankreich träumen zu können. Wer will denn nicht im sonnigen, lebensfrohen Süden ein paar Wochen Urlaub machen – oder gar dort wohnen, ein bisschen arbeiten und vor allem das französische dolce far niente mit Wein, Oliven und frischem Baguette genießen? Ich kann mir nicht vorstellen, dass Leon jemals wieder zurück ins graue Frankfurt möchte …

… aber da ist dann auch noch ein kleines Problem: Es ist nicht alles so schön und idyllisch wie es scheint! Leon ist immerhin Rechtsmediziner …

In der Provence sind nicht nur Taschendiebe zwischen den Touristen aktiv, werden nicht nur hier und da Fahrräder geklaut oder Zigaretten geschmuggelt. Es gibt Tote, häßliche Tote, viele Tote.

Gleich zu Beginn der Romanserie wird ein Mädchen vermisst – für die Polizei nicht so ungewöhnlich, denn es ist Hochsaison und kleine Mädchen verlaufen sich, bleiben bei Freundinnen, mit denen sie in den letzten Urlaubstagen zusammen gespielt haben … Aber dann wird die Leiche des Mädchens gefunden – irgendwo in den Bergen, wo kleine Mädchen nichts verloren haben.

Die Polizei, d. h. der Polizeichef von Le Lavandou (charakteristisch für alle Romane!) möchte den Fall gern schnell zu den Akten legen: das kleine Mädchen hat sich verlaufen, ist immer weiter in die Berge hinein gelaufen anstatt zurück zum Campingplatz zu gehen. Dann wurde es dunkel und sie ist gestürzt, schwer gestürzt, mit dem Kopf aufgeschlagen und gestorben. Der Polizeichef möchte kein Aufsehen, keine Unruhe, denn die Touristen bringen Geld und dürfen nicht beunruhigt werden – nur kein Kindesmörder in Le Lavandou!

Leon macht ihm einen Strich durch die Rechnung. Obwohl erst einen Tag vor Ort und eigentlich noch in Urlaub – unfreiwillig, da die provenzalische Mentalität in der Klinik Termine verschludert hat, obduziert Leon die Leiche und stellt fest, dass das Mädchen ermordet wurde. Dann verschwindet das nächste Mädchen…

Leon kann es nicht lassen und beginnt selbst zu ermitteln – zum Ärger des Polizeichefs. Nun: Leon ist intelligent, hat Ideen und kann Fakten analysieren und kombinieren; er ist schließlich einer der besten Pathologen. Leon gräbt immer tief, manchmal schießt er über das Ziel hinaus, aber am Ende findet er immer den Täter und das Motiv.

Ebenso läuft es mit den verschwundenen jungen Frauen, mit denen Leon sich im nächsten Romans beschäftigen muss. Danach kommt eine Serie von schrecklich zugerichteten Leichen auf ihn zu… und dann wieder verschwundene Kinder… Die Fälle haben immer eine Vergangenheit, die die Polizei nur zu gern ignoriert, aber von Leon meist mühsam aufgedröselt wird und überraschende Erkenntnis birgt. Ja – die Romane sind spannend!

Aber die Polizei besteht nicht nur aus dem Polizeichef, sondern auch aus seiner Vertreterin, Capitaine Isabelle Morell, die mit ihrem Team eher geneigt ist zu ermitteln und nachzuforschen. Wie der Zufall es so will, gerät Leon auf der Suche nach einer Bleibe gleich nach seiner Ankunft an Isabelle, die ab und zu ein Zimmer in ihrem Haus vermietet. (Auch dies eine Folge des provenzalischen Flairs: durch den Terminsalat in der Klinik war nämlich auch keine Unterkunft für Leon gebucht worden – mitten in der Hochsaison!)

Isabelle ist geschieden und hat eine Tochter im Teenageralter, die immer nur Unsinn im Kopf hat – wie halt alle Teenager – und alles besser weiß als die Mama – wie alle Teenager. Aus der provisorischen Übernachtungslösung wird schnell eine solide Lösung; Isabelle und Leon kommen sich näher und näher… schließlich spricht niemand mehr davon, dass Leon wieder ausziehen wird. Beide genießen auch die Zweisamkeit auf Leons Weingut, das Leon Schritt für Schritt renoviert.

Kein Glück bleibt ungetrübt, denn die Verbrechen schlagen bis in die familiäre Idylle durch: Isabelles Tochter wird Ziel der Täter, Isabelle wird bedroht und auch Leon muss zeigen, dass er mit seinen 48 Jahren noch fit genug ist, um Isabelle und ihre Tochter zu retten.

Die liebliche Provence ist manchmal auch recht unwirtlich und gefährlich. Trockene Sommer verursachen Waldbrände, heftige Regenfälle sorgen für Überflutungen – und mittendrin ist Leon auf der Jagd nach den Tätern. Es wird ihm dabei schon so manches abverlangt und er kehrt auch nicht immer ohne Blessuren zurück in sein Heim.

Insgesamt ist die Serie eine perfekte Mischung aus deutscher Gründlichkeit und Wissenschaft, provenzalischem La Dolce Vita, Leichtigkeit und Urlaubsträumen, grausamen Verbrechen, französischer Vetternwirtschaft, Freundschaft und Liebe, Naturgewalten und Action.

Ich habe es genossen, die Romane zu lesen und mich ins zauberhafte Südfrankreich entführen zu lassen, wo nicht alles so beschaulich ist – aber wohl auch nicht so Action-getrieben wie in den Romanen! (Aber dafür sind es halt Romane!)

About Living in the Lovely Provence

Dr Leon Ritter – Leon that is – experiences a Provence that everyone dreams of. There is the good food and the iced fresh rosé, the ever-blue sky and the warm sun, the sea, the view over the sea from the mountains … Everything goes its way – with Provençal slowness.

Boule players meet in front of the café and Leon is allowed to join in. The café has charm and Leon is enchanted by it: just the right place for a café or a noisette now and then. Leon makes friends. There are the tourists, of course, who can be a bit of a nuisance, but leave good money behind – and as the summer draws to a close, the hordes thin out noticeably and disappear.

Leon soon enjoys reinventing his life. Surprisingly, he inherits a small vineyard from his aunt (see the French ancestors!) and decides to make the associated summer house habitable again … and dreams of wine from his own vineyard.

I was delighted to once again read a French crime series produced in Germany and to be able to dream of the South of France. Who wouldn’t want to spend a few weeks on holiday in the sunny, fun-loving south – or even live there, work a bit and, above all, enjoy the French dolce far niente with wine, olives and fresh baguettes? I can’t imagine Leon ever wanting to go back to grey Frankfurt …

… but then there’s a little problem: not everything is as beautiful and idyllic as it seems! Leon is, after all, a forensic pathologist …

In Provence, it is not only pickpockets who are active among the tourists, it is not only bicycles that are stolen here and there or cigarettes that are smuggled. There are dead bodies, ugly dead bodies, many dead bodies.

Right at the beginning of the novel series, a girl goes missing – not so unusual for the police, because it is high season and little girls get lost, stay with friends they played with during the last days of holiday … But then the body of the girl is found – somewhere in the mountains, where little girls have no business.

The police, i.e. the chief of police of Le Lavandou (characteristic of all novels!) would like to quickly put the case to rest: the little girl got lost, walked further and further into the mountains instead of going back to the campsite. Then it got dark and she fell, fell hard, hit her head and died. The police chief doesn’t want any fuss, any commotion, because tourists bring money and mustn’t be disturbed – just no child murderer in Le Lavandou!

Leon puts a spoke in his wheel. Although he has only been there one day and is actually still on holiday – involuntarily, as the Provençal mentality has caused appointments to be missed at the clinic – Leon carries out an autopsy on the body and discovers that the girl has been murdered. Then the next girl disappears …

Leon can’t help it and starts investigating himself – to the annoyance of the police chief. Well: Leon is intelligent, has ideas and can analyse and combine facts; he is, after all, one of the best pathologists. Leon always digs deep, sometimes overshoots the mark, but in the end he always finds the culprit and the motive.

It’s the same with the missing young women Leon has to deal with in the next novel. After that, he is confronted with a series of horribly mutilated corpses … and then again missing children … The cases always rely to a past, which the police are only too happy to ignore, but which Leon usually painstakingly unravels and which holds surprising insights. Yes – the novels are exciting!

But the police force consists not only of the chief of police, but also of his deputy, Capitaine Isabelle Morell, who, with her team, is more inclined to investigate and investigate. As luck would have it, Leon, in search of a place to stay, comes across Isabelle as soon as he arrives, who occasionally rents out a room in her house. (This is also a consequence of the Provençal flair: due to the busy schedule at the clinic, no accommodation had been booked for Leon – in the middle of the high season!)

Isabelle is divorced and has a teenage daughter who is always up to nonsense – like all teenagers – and knows everything better than her mum – like all teenagers. The provisional overnight solution soon becomes a solid one; Isabelle and Leon grow closer and closer … Finally, no one talks about Leon moving out again. Both also enjoy the togetherness on Leon’s vineyard, which Leon renovates step by step.

No happiness remains unclouded, because the crimes spill over into the family idyll: Isabelle’s daughter becomes the target of the perpetrators, Isabelle is threatened and Leon, too, has to show that he, at 48, is still fit enough to save Isabelle and her daughter.

The lovely Provence is also sometimes quite inhospitable and dangerous. Dry summers cause forest fires, heavy rainfall causes flooding – and in the middle of it all Leon is on the hunt for the culprits. He has to endure a lot in his investigations and does not always return to his home without injuries.

Overall, the series is a perfect mix of German thoroughness and science, Provençal La Dolce Vita, lightness and holiday dreams, gruesome crimes, French nepotism, friendship and love, forces of nature and action.

I enjoyed reading the novels and being whisked away to the enchanting south of France, where not everything is so tranquil – but probably not as action-driven as in the novels either! (But then they are novels!).

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