a faint cold fear thrills through my veins ... william shakespeare

stina borglund und die ungelösten fälle

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Immer weiter, immer tiefer …

Es ist Mittsommer in Schweden, ein Fest, an dem kein Schwede vorbeikommt. Es ist Sommer, die Sonne scheint, es ist heiß … es macht Lust auf Urlaub und Strand. Der Alkohol fließt in Strömen … es wird gegessen, traditionelle Gerichte – es ist der Tag des Jahres im ganzen Land.

Zu dieser Zeit findet ein Camp statt, ein Camp für hochbegabte junge Menschen, in dem diese zeigen können, welche Ideen in ihnen stecken, an welchen Erfindungen sie arbeiten, welche Start-ups sie gründen wollen. Es ist ein Riesenspaß, auch wenn natürlich der Konkurrenzneid groß ist.

Vier junge Menschen aus diesem Camp genießen ihre Freizeit, machen eine Wanderung und laufen an einem Strand entlang. Ein Fotograf auf der Suche nach einem Motiv für Mittsommer kommt zufällig vorbei und schießt das Foto des Jahres über diese jungen, gutaussehenden Menschen, die herumalbern, Handstand machen, spielerisch einander jagen … Der Himmel ist blau, die Sonne strahlt …

… und dann verschwinden sie einfach. Lösen sich in Luft auf, ohne jede Spur, ohne wirkliche Zeugen, für das, was passiert ist. Was bleibt ist nur das Midsommer-Bild des Fotografen, das in allen Zeitungen erscheint. Vermisst werden sie erst später … im Camp.

Es ist nach vielen Jahren ein cold case, ein ungelöster Fall wie so viele. Es gab und gibt viele Theorien, was passiert ist, aber Beweise oder Zeugen für die Geschehnisse an jenem Tag am Strand gibt es nicht.

Nun, es passiert in den folgenden Jahren doch etwas, ab und zu … Es werden Leichenteile gefunden bzw. sie werden den Familien der Vermissen zugesendet. Dann taucht auch eine Leiche auf … Alles wird immer rätselhafter.

Schließlich wird beschlossen, den cold case neu aufzurollen. Der Fall geht an Stina Borglund als frühere Leiterin der nationalen cold case Einheit. Im Grunde liebt Stina solche Fälle, an denen sich jahrelang, jahrzehntelang Kollegen die Zähne ausgebissen haben. Sie geht diese Herausforderungen immer auf ihre ganz spezielle Art und Weise an – und sucht neue Blickwinkel auf den ungeklärten Fall. Ihr Team folgt ihr – oder auch nicht.

Stina ist in den 30ern und hat Probleme. Seit ihrer Kindheit kämpft sie mit dem Asperger-Syndrom und einer leichten Fehlfunktion der Hypophyse. Es führt zu Einschränkungen im sozialen Miteinander … und Stina nimmt täglich einen Medikamentencocktail zu sich, um das auszugleichen. Aber gleichzeitig hat sie das Gefühl, dass diese Medikamente sie einschränken, wenn es darum geht, einen Fall zu analysieren, Details zu erkennen, Zusammenhänge herzustellen. Also lässt sie ihre Medikament manchmal einfach aus – wodurch sie im menschlichen Miteinander aneckt.

Jedenfalls ist Stina eine hervorragende Ermittlerin und ihr Team hilft mit, diese alten Fälle anzugehen und zu bewältigen. Aber auch mit ihrem Team eckt sie an … Hinzu kommt, dass der Zusammenprall von Stina und ihrem Team mit den Ermittlern vor Ort, die die originäre Fallbearbeitung durchgeführt haben und teilweise immer noch suchen und analysieren, meist nicht glimpflich abgeht. Das Eingreifen der cold case Einheit wird nicht unbedingt positiv gesehen. Es werden im Hintergrund Strippen gezogen, um Stina und das Team zu behindern … weil Kollegen Angst haben, schlecht dazustehen.

Trotz aller Erfolge wird Stina nicht wirklich anerkannt. Es geht sogar so weit, dass sie zeitweilig wegen ihrer Krankheit in eine interne Abteilung versetzt und ihr Team aufgelöst wird, nachdem ein Fall zwar gelöst, aber mit negativen Folgen zu Ende ging. Es geht soweit, dass die Notwendigkeit einer cold case Einheit nicht mehr gesehen wird.

Doch schließlich kommt ein neuer cold case Fall auf den Tisch – und die Polizeioberen wissen sich keinen Rat, ausser Stina wieder einzusetzen, um den verzwickten Fall zu lösen. Stina hat Erfolg und wird rehabilitiert … und findet sich danach als Sonderermittlerin der Staatsanwaltschaft wieder.

Zu Beginn habe ich einen Fall geschildert, für dessen Lösung Stina prädestiniert schien. Sie findet tatsächlich heraus, was damals passiert ist – und es ist recht überraschend. Es gibt ähnliche Fälle – rätselhaft, mit Leichen, mit verschwundenen Personen, mit Überlebenden, die lügen … Immer wieder spielt Brutalität eine Rolle, Verbrechen, von denen niemand gern etwas sehen oder hören würde. Es treten menschliche Abgründe zu Tage, von denen man Albträume bekommt. Auch Stina und ihr Team sind dagegen nicht immun.

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